Kanu-Wandersport

Natur, Entspannung, Gruppentouren

Spreewaldmarathon 2016

Am 16. April 2016 nahmen 17 Sportfreunde unseres Vereins am Spreewaldmarathon teil.

Leider bot sich das Wetter in diesem Jahr nicht von der allerbesten Seite, denn uns  begleiteten immer wieder einige Regenschauer.

Die Teilnehmer teilten  sich dieses Jahr in zwei Gruppen. Carsten Handrick und Peter Hering wollten dieses Jahr die 42km in Angriff nehmen, so starteten sie auch schon um 8.15 Uhr am Bootshaus Leineweber über Leipe, Lübbenau, Wotschofska, Hochwald, Polenzschänke Burg-Kauper zurück zum Einsatzort.

Der Rest der Teilnehmer ging es etwas gemächlicher an und starteten ca. 1 Stunde später um die Strecke von 21km zur Erlangung der silbernen Gurke zu absolvieren. In der Polenzschänke wurde eine Mittagsrast eingelegt. Nach der Zielankunft beim ersten Bier trafen dann auch Peter und Carsten ein, so dass die „goldenen“ und „silbernen“ Gurken gefeiert werden konnten. Zum Abschlussfoto zeigte sich sogar die Sonne.  Am Ende konnten alle Teilnehmer gut gestärkt bei bester Laune wieder den Heimweg antreten.

Teilnehmer: H.-J. Kossack, Ramona Schorg, Dietmar Taubert, Marion Gebert, Tobias Rau, Werner Kadach, H.-J. biehn, Ingo Klapper, Sven Kadach, Carsten Schwartze, Jörg König, Bärbel Kossatz, Erhard Zinder, Sylke Rau über 21km

Carsten Handrick, Peter Hering über 42km

Veröffentlicht: 15.06.16 16:43
Letzte aktualisierung: 15.06.16 16:42

Surfski - Bootsbau der Letzte ???

Heute werde ich wahrscheinlich von meinem letzten Bootsbau berichten, denn mein Entschluss steht fest keine weiteren Boote mehr zu bauen.

Zum Einem, weil ich kein Platz mehr habe und zum anderen habe ich an Booten alles was man so benötigt. Ein Boot als Rennboot für Flachwasser und weitere für jeweils schwierigere Bedingungen. 

Das letzte Boot was ich nun diesem Winter gebaut habe ist ein Surfski und damit hat sich der sogenannte Kreis dessen was man benötigt geschlossen. Wenn mich jemand fragt wieso benötigst Du so viele verschiedene Boote, dann antworte ich einfach, das kein vernünftiger Mensch mit einem Rennrad in die Berge fährt. Das verstehen fast alle.  Also für verschiedene Bedingungen verschiedene Boote.

Der Surfski macht nun mal ebenso wie die Baidarka eine Ausnahme. Der Surfski kommt aus den wärmeren Regionen wie Hawaii oder Australien etc. und ist in erster Linie für offene Gewässer gedacht um Wellen abzureiten.

Doch mittlerweile hat er sich auch in unseren Breitengraden etabliert und ist auf vielen Marathon-Rennen anzutreffen.

Die Surfski’s bieten eine höhere Sicherheit als Rennkajaks oder sonstige Marathon-Boote. Der Grund liegt darin, dass man bei einem Surfski sehr niedrig im Boot sitzt nämlich unterhalb der Wasserlinie. Das gibt dem Boot zusammen mit seiner Länge (i. d. R.) über 6,00 m eine zusätzliche Stabilität. 

Deshalb werden Surfski’s oder ihre Schwestern die Resque-Ski’s auch zur Rettung auf dem Wasser eingesetzt.

Die Surfski’s haben keinen Süllrand und werden offen gefahren, man kann sie normal nicht rollen, dafür ist ein Wiedereinstieg nach einer Kenterung mit ein wenig Übung leichter als eine Eskimorolle.

Natürlich kommt in so einem Boot dann Wasser in’s Cockpit das aber mittels eines Lenzer wieder geleert wird.

Am 16.04.2016 ist das erste Surfski-Rennen rund um die Insel Scharfenberg wo mein Surfski beweisen muss ob sich mein Bootsbau gelohnt hat.

Ich werde berichten.

Rüdiger

Veröffentlicht: 18.04.16 20:23
Letzte aktualisierung: 19.04.16 21:28

Entdeckungsfahrt auf dem Weißen Schöps

Am 28.2.2016 war meine Tochter so nett und brachte mich mit dem Auto nach Hammerstadt an die Brücke über den Weißen Schöps in Richtung Tagebau Reichwalde. Durch Veröffentlichungen des Unternehmens Vattenfall und des Vereins Weißer Schöps e.V. bin ich auf die Wiedereinrichtung des Weißen Schöps aufmerksam geworden. Hier befindet sich eine Messstation für den Pegelstand, welchen man auf der web- site des sächsischen Umweltministeriums abrufen kann. An diesem Tag wurde ein Pegel von ca. 1,20 m angegeben. Es herrschten Temperaturen von 0 Grad und es begann ein sonniger Tag. Auf der linken Seite setzte ich mein Vereinsboot ein. Das Ufer ist von Wildtieren schon gut angenommen . Um 7.45 Uhr begann meine Fahrt. Das Flüsschen windet sich in vielen leichten Schleifen. Das Wasser ist sedimenthaltig und der Grund ist nicht genau auszumachen. Daher hat man öfter eimal Grundberührung. Nach etwa 500m Fahrt entdeckte ich ein Granithstein mit der Angabe 7,4. Bis zur Mündung in den Schwarzen Schöps sind noch einige Steine welche bis dort auf Null gehen. Kurze Zeit später durchfahre ich eine Röhre, welche durch eine Schiefe Ebene führt. Im Wasser richte ich mich nach kleinen Wirbeln um das Fahrwasser zu erkennen. In etwas Entfernung sind Grau- und Silberreiher zu beobachten. Bei meiner Vorerkundung von Land aus konnte ich auch einen Fischadler beobachten. Nach etwa 2km gelange ich an eine Brücke nahe dem Ort Neuliebel.Hier lohnt ein Ausstieg. Unweit der Brücke befindet sich eine hölzerne Wassernixe . Umringt ist die Nixe von interessanten Sachen für Kinder und Tafeln über sorbische Kultur. Bei nicht so hohem Wasserstand kann man auch hier mit dem Auto hinfahren und starten. Hier ist der Wasserstand schon etwas größer. Im Flussbett sind immer mal dicke Baumstümpfe. Diese sind mit kleinen Robienienstämmchen als Auffahrschutz gesichert. An beiden Seiten wächst dickes Gras. Es reicht bis ans Wasser. Das Flüsschen befindet sich etwa 2 bis 3m tiefer als das umliegende Gelände. Ich fahre an lichten Kiefern und Laubbäumen entlang. Weiden wachsen am Ufer. Ich durchquere eine weitere Röhre einer Schiefen Ebene. An der Uferkante befindet sich eine Schutzhütte mit Tafeln zum Bauvorhaben. Nach weiterer Fahrt gelange ich an die Einmündung des Schwarzen Schöps. Nun ist schon gut Ströhmung.An einer Brücke nahe Reichwaldes befindet sich wieder eine Pegelmessstelle. Diese gibt einen sehr hohen Pegel an, welcher von der Wassertiefe an dieser Stelle herrührt, ist aber für Bootsfahrten nicht von großem Wert. Dieser Abschnitt ist schon vor längerer Zeit eingerichtet worden. Das Gras am Ufer ist schon dichter und die Weiden sind auch größer. Das Wasser schlängelt sich schön dahin. Vor mir fliegt immer mal in Etappen ein kleiner Vogel. Er ähnelt dem Flugverhalten des Eisvogels. Er fliegt mir eine ganze Weile voraus. Mit anderen Vogelfreunden bin ich zum Schluß gekommen dass es ein Zaunkönig ist. Nach durchqueren einer Straßenbrücke wird das Wasser ruhiger. Die Böschung ist hier etwas langweilig und glatt. Ich erreiche den Ort Kringelsdorf nach einem Kilometer gradliniger Fahrt. Das Wasser ist hier breit und ruhig. Bald erreicht man das einzige Hindernis auf der Fahrt. Das Kringelsdorfer Wehr ist schnell passiert. Oberhalb landet man rechts an und benutzt den Uferweg. Nach ca. 100 Metern kann das Boot gut eingesetzt werden. Ich mache erst mal Rast und trinke von meinem vorbereiteten Glühwein aus der Thermoskanne. Jetzt geht es Weiter an Weiden und Wäldchen entlang. Rechts treffe ich nun an ein Gewässer mit guter Strömung. Ich habe den Abschnitt des Weißen Schöps erreicht, welcher jahrelang nördlich am Tagebau Reichwalde in einem langweiligen Bett fließt. Ich fahre einen knappen kilometer aufwärts. Hier ist noch ganz schön Wasser. Vermutlich wird hier auch Grubenwasser eingeleitet. Es wird langweilig und ich drehe. Weiter geht es Abwärts in Richtung Boxberg. Der Uferstreifen ist nun flacher. Hier hat sich der Bieber das Rewier gesichert. Selbst an Nadelbäumen macht er sich zu Schaffen. In ruhigem Fahrwasser erreiche ich das Wehr in Boxberg. In der Nähe befindet sich ein schönes Gemeindehaus. Hier wäre vielleicht eine Gruppenübernachtung möglich. Unterhalb des Wehres beginnt der Abschnitt des Schöps, welcher im Verein von den Eierfahrten bekannt ist. Um 10.40 Uhr ist meine Fahrt beendet und mein Abholfahrzeug kommt gleich. Es ist zwar noch kalt, jedoch schönes Wetter. Eine richtig schöne Fahrt , welche ich weiterempfehlen kann. Der Abschnitt ist ca. 13 Kilometer lang und das Wehr in Kringelsdorf ist das einzige Hindernis.

Peter Hering

Veröffentlicht: 30.03.16 15:39
Letzte aktualisierung: 30.03.16 15:38

Red Bull Amphibious

Am 12.9.2015 veranstaltete Red Bull eine Kanuralyye im Spreewald unter dem Namen Amphibious.

Ca. 100 Sportler versammelten sich in Burg um an diesem Wettkampf teilzunehmen.

Unter den Sprembergern waren Lukas Kockott, Peter Hering und Carsten Handrick im Teilnehmerfeld zu finden.

Nach dem Start bekam jeder Teilnehmer eine Spreewaldkarte ausgehändigt in der 12 Punkte (Checkpoints) eingezeichnet waren.

Diese Punkte waren teilweise nur auf dem Wasserweg, oder nur auf dem Landweg, oder kombiniert zu erreichen. Man musste jeden Checkpoint mit der gesamten Ausrüstung also auch mit Boot und Paddel aufsuchen. Hierbei waren die Punkte so verteilt dass es auch Strecken an Land zu absolvieren galt. Das Schwierigste war aber im Labyrinth des Spreewalds die optimale Route herauszufinden.

Am Ziel gab es unter den Teilnehmern immer nur eine Frage. Und wo bist Du lang gefahren????? Bei den Antworten gab es sehr viele unterschiedliche Antworten, denn fast jeder Teilnehmer ist eine andere Strecke gefahren. Bis zur Siegerehrung war alles offen, da im Minutentakt gestartet wurde. Am Ende konnten alle Spremberger Sportler im vorderen Mittelfeldbereich gute Platzierungen erreichen. Aber der Spass stand im Vordergrund bei dieser vorbildlich organisierten Kanuveranstaltung.

 

Carsten Handrick

Veröffentlicht: 05.10.15 20:14
Letzte aktualisierung: 05.10.15 20:32

Das besondere Boot - eine Baidarka -

Nach vielen mühsamen Stunden Arbeit ist meine Baidarkas nun endgültig fertig geworden und hat ihre Jungfernfahrt bei der Werraland Ralley und beim ICF Wesermarathon  erfolgreich gemeistert.

Nachdem ich bereits einige Boote gebaut habe war es mein Wunsch noch eine Baidarka

  • das ist eine Bootsform der Inuit’s die überwiegend in Unalaska / Aleuten der Inselkette zwischen Beringmeer und Pazifischen Ozean liegt - zu bauen.

Was ist die Besonderheit dieser Boote.
Die einzige Verbindung dieser langgezogenen Inselkette waren damals Kajaks und die Baidarkas (der Name kommt aus dem Russischen) waren Transport und Jagdboote. Die ersten Baidarkas hatten einen gegabelten Rumpf wobei der untere Teil der Gabelung Unterhalb der Wasserlinie verlief. Damals wurden die Inuits von russischen Pelztierjägern versklavt und zur Pelztierjagd / Robbenjagd gezwungen. Da sich aber die Robben überwiegend von Kelp / Seetang ernährten waren die gegabelten Buge nicht für die Jagd geeignet. Daraus resultierte, dass der untere Teil des Buges nach oben gezogen wurde, sodass sich darin keine Kelp mehr ansammeln konnte. Wer mehr über die Baidarka erfahren möchte sollte sich mal im Internet bemühen, da gibt es eine Menge Literatur vor allem von Georg Dyson.

Von Max hatte ich Aufmaße einer Original Baidarka aus dem Museum in Petersburg erhalten, die dann in eine Zeichnung einfließen aber auch meinen Vorstellungen entsprechen sollte. In Detlev Loell hatte ich einem erfahrenen Schiffsbauer gefunden mit dem ich dann alles besprechen konnte und der mir die Pläne entwickelte.

Nachdem ich die Pläne erhalten habe ging es dann Ende Oktober / Anfang November an die Vorbereitungen. Ich hatte bis dahin nicht geglaubt, dass sie so viel Arbeit machen würde. Brauchte ich für ein normales Kajak ca. 250 Std. so waren es hier weit mehr als 350 Std.

Aber nun ist alles fertig und die Probefahrt ist bestanden, die Luken sind dicht und die selbst entworfene Steueranlage funktioniert tadellos. Sie ist als Skeg oder auch als volles Unterflur-Steuer zu fahren und kann auch ganz eingezogen werden. Hier hat sich mein Freund Henning für die Entwicklung wirklich in’s Zeug gelegt.

Die Maße der Baidarka sind:
Länge 5,80 m,
Breite 50 cm.
Breite Wasserlinie 44 cm
Benetzte Fläche 1,98 m²
Stabiltät: 60
Gewicht: 19,0 kg  komplett

Meine Fahreindrücke sind wie folgt:
An die weit hinten liegende Sitzposition gewöhnt man sich schnell. Diese ist dem schmalen Bug des Bootes geschuldet, so ergibt sich ein Sitzverhältnis von ca. 65 zu 35 % vom Bug aus gesehen und ist typisch für diese Boote.

Bemerkenswert ist der ruhige Lauf des Bootes, sodass das der Bug überhaupt keine Welle macht. Lediglich hinter dem Heck zieht das Boot eine Welle durch den Strömungsabriss.

Das stumpfe Heck dient dem Vortrieb bei Wellen von hinten, da die Inuits oft bei rauen Wasser unterwegs waren.

 

Zur Jagd wurden meist dreilukige Baidarkas gebaut in denen der Aufseher in der mittleren Luke saß.

Veröffentlicht: 17.06.15 23:05
Letzte aktualisierung: 17.06.15 23:03

43. Spreewald-Orientierungsfahrt 2014

Zum 43. Mal fand die Spreewaldorientierungsfahrt in Burg, welche von den Cottbuser Sportfreunden unter Leitung von Rolf Sturtz organisiert wurde, statt.

An drei Tagen trafen sich zu einem sportlichen und vergnüglichen Wochenende ca. 140 Sportfreunde nicht nur aus der Region, sondern auch Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet waren angereist.

Am Freitag paddelten die Sportler bei herrlichem Wetter die Spree im Kajak von Cottbus nach Burg ohne Wertungsprüfungen. In Maiberg gab es in der Sportlergaststätte Spreebogen eine stärkende Mahlzeit. Die Renaturierungsmaßnahmen der Spree und die dabei entstandenen Bootsgassen lassen die Streckenbefahrung zu einem besonderen Erlebnis werden. Die Spree ist in den letzten Jahren für den Kanutourismus ausgebaut worden. Eine Vorbildwirkung, die seinesgleichen in der Region sucht.

Am Samstag fand der eigentliche Orientierungswettkampf statt. Drei Boote der SG Einheit Spremberg waren am Start vertreten. Jede Bootsbesatzung bekam eine Karte auf der 10-13 Punkte eingezeichnet waren, die es zu finden galt und dabei noch möglichst zügig zu paddeln. Die Fahrtenleitung ließ es sich auch dieses Mal nicht nehmen einige Punkte sehr versteckt auszuhängen. An jedem Punkt hing eine Kontrollzange um auf der Startkarte zu dokumentieren, dass man ihn auch wirklich gefunden hatte. Nach dem Ziel blieb alles offen. Am Abend war dann im Deutschen Haus die lang ersehnte Auswertung. Völlig überraschend konnten Sylke und Tobias Rau im K2 MIX einen dritten Platz einfahren. Heike Handrick und Marion Gebert konnten im Zweierkajak der Frauen einen Gesamtsieg erreichen. Das dritte für Spremberg gestartete Boot im Einerkajak der Herren mit Carsten Handrick konnte unerwartet einen dritten Platz einfahren. Bei drei gestarteten Booten, drei Podiumsplätze, eine überaus erfolgreiche Teilnahme und damit 5. Platz in der Mannschaftswertung. Unterwegs kam trotz Wettkampfstress auch der Blick für die Natur im Herbst nicht zu kurz. Den Ausklang am Abend bildete ein gemeinsames Abendessen, wo die Sportfreunde sich untereinander austauschen konnten und natürlich auch schon Pläne für die kommende Paddelsaison schmiedeten.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.

Tobias Rau
Wasserwanderwart

Teilnehmer Wanderfahrt: Alex und Marion Gebert, Leon Nerlich, Heike und Carsten Handrick

Teilnehmer des Orientierungswettkampfes: Sylke und Tobias Rau, Marion Gebert, Heike Und Carsten Handrick

Veröffentlicht: 02.02.15 17:38
Letzte aktualisierung: 02.02.15 17:34

Wanderfahrt mit unseren Jungwasserwanderern

Am Anfang der diesjährigen Saison haben wir in unserem Bootshaus eine Kinder- und Jugendwandergruppe gebildet.

Die Teilnehmer kamen vom Rennsport und Slalom, aber auch Neulinge sind dabei. Bei unseren Trainingseinheiten zweimal in der Woche üben wir den Umgang mit den Wanderbooten, das Befahren der Schwellen und trainieren natürlich auch Kraft und Ausdauer. Im Vordergrund dieser Gruppe steht außer dem sportlichen Aspekt auch, wie beim Wasserwandern überhaupt, der Gemeinschaftssinn und der Sinn für die Natur.

Unsere erste Tour nach wochenlangem Training führte uns von Neustadt an der Spree nach Spremberg zum Bootshaus. Die 13 km lange Strecke war bei dem Niedrigwasser sehr anspruchsvoll, denn wir mussten 13 Schwellen überwinden.

Am „Venusberg der Kanuten“, etwa auf der halben Strecke, gingen wir an Land. Dort erzählte uns Sportfreund Kossack, ein erfahrener Wanderfahrer, wie es zur Namensgebung und der Statue kam.

Wenn wir uns nicht auf die Schwellen konzentrieren mussten hatten wir auch Zeit die Schönheiten der Natur zu bewundern.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein gemütliches Mittagessen, am Grill im Bootshaus.

Weitere Touren sind in Planung, und bis dahin trainieren wir weiter.

Tobias Rau
Wasserwanderwart

Veröffentlicht: 06.01.15 21:44
Letzte aktualisierung: 25.01.15 17:37

Waterwilly - ein Vermächtnis - an Willi Schulze

Als Junge erzählte mir mein Vater immer von den Zweier-Rennen mit seinem Paddelpartner Dieter Greischel mit dem er vor dem Krieg wohl viele Rennen bestritten haben muss. Den Erzählungen zu entnehmen war, dass es sich um einen gutes Team gehandelt haben muss.

Soweit - so gut. Im Herbst letzten Jahres bekam ich die Anregung doch mal einen vernünftigen Marathon-Zweier zu bauen. Die meisten Zweier waren entweder Wanderboote, Seekajaks oder reine Rennboote - die allesamt für den schnellen Marathonsport nicht die besten Voraussetzungen mitbrachten. Nur sehr, sehr wenige waren schnell und gleichzeitig stabil genug um den Anforderungen die beim Hiddensee - Marathon oder dem Bodensee - Marathon herrschen gerecht zu werden. Da ich ja bereits mit sehr großem Erfolg einen Einer gebaut hatte - der später in einer etwas sanfteren Form in der Schweiz Serienproduktion ging - waren die Grundvoraussetzungen ja praktisch gegeben.

Allein der riesige Gesamtaufwand und die Länge von 6,50 m in einem Keller zu bewältigen, das war schon eine Herausforderung. Arnim - der Konstrukteur mit dem ich auch alle Details abstimmte - machte mir immer wieder Mut und so ging ich dann Anfang November das Projekt an.

Über den eigentlichen Bootsbau muss ich nicht mehr viel schreiben, weil sich das mit den vorangegangenen Bauten wiederholt und die Bilder sprechen für sich.

Soviel sei noch gesagt, dass es wohl der bisher einzige Zweier - als Masterkajak - ist der in Leistenbauweise gebaut wurde.

Die Bauzeit betrug über 350 Std.

Neu an dem Boot ist auch, dass der Zweier mit 2 Steuervarianten gefahren werden kann. Entweder mit angehangenen Steuer oder mit Unterflursteuer ja nach Bedingungen. Weiter wurden die Stauluken mit sogenannten doppelten Boden (richtig Deckel) versehen um sicher zu gehen, das bei schweren Wetter die Luken auch absolut dicht sind. Zum Schluss wurde jetzt auch noch eine Kajakpumpe von Knysa (Südafrika) eingebaut, die mittels Fußballen vom hinterem Fahrer im Schlagrythmus betätigt wird. Von der Firma Reed aus England habe ich dann mittels Schablonen maßgeschneiderte Spritzdecken und Lukendeckel anfertigen lassen. Zum Schluss nun war die Frage, welchen Namen sollte ich dem Boot geben. Da kam mir die Idee, dass ich das Boot Waterwilly nennen werde.

Ich glaube Willi wäre stolz gewesen, wenn er das erlebt hätte.

Rüdiger

Veröffentlicht: 06.01.15 21:43
Letzte aktualisierung: 25.01.15 17:39

Mein neues Spielzeug (von Rüdiger Schulze-Rusch)

Im Herbst letzten Jahres hatte ich mir vorgenommen wieder ein Boot zu bauen.

Erst hatte ich vor mir eine Baidarka oder Unalaska - hier sind sich selbst die Fachleute nicht einig - zu bauen. Doch es kam anders. Arnim hatte die Idee, ich sollte doch mal ein schnelles Masterkajak bauen was ich allerdings auch schon immer mal vorhatte. Und so änderte ich mein Vorhaben.

Nach einigen Feinabstimmungen hatte ich von Arnim die Pläne erhalten und es konnte an die Arbeit gehen.

Die Maße waren nun:
Länge: 5,20 m
Breite: 45 cm
Breite WL: 39,8 com
Gewicht: 11 kg
Volumen: 278 Lieter

Eine Aufgabe gab es noch zu lösen, dass Boot sollte dieses Mal so leicht als möglich werden. Versuche mit Balsaholz hatte ich ja schon gemacht.

Dann irgendwann rief mich Arnim an und erzählte mir von einem Holz „Paulownia“ das sehr leicht und gleichzeitig stabil sein soll. Außerdem lässt es sich gut dreidimensional biegen. Ich erfuhr, dass Jürgen Heidenreich sich damit einen Seekajak gebaut hatte und er gab mir noch einige Tipps.

Nun gibt es das Holz aber nur als Leimholzplatte 2,20 m x 0,60 m und nicht als Leisten.

So entschied ich mir die Leisten selbst zu sägen und an einem Nachmittag waren rd. 800 Leisten fertig geschnitten die für fast drei Boote reichen sollten und das bei Kosten von rd. 160,00 €. Hierzu gibt es noch eine Menge Dinge die zu beachten sind aber in diesem Thread zu weit führen würden.

Gestern habe ich nun die erste Fahrt mit dem Boot gemacht und das ausgerechnet bei gut 3 Windstärken. Zum Einsteigen habe ich mir erst einmal eine ruhige Ecke ausgesucht, denn einen Steg gibt es hier nicht. Also freihändig die Spritzdecke darauf zumachen daran war noch nicht zu denken. Vielleicht irgendwann mit viel Übung. Dann ging es über den See die Wellen schräg von vorn. Abgesehen vom ungewohnten Gefühl für dieses Boot war ich vom Wellenverhalten angenehm überrascht. Ich suchte mir dann eine etwas ruhigere Bucht um das Boot ausgiebig zu testen und nach ein paar Kilometern ging das auch schon ganz gut.

Das Boot ist äußerst wendig und reagiert auf die noch so geringste Pedalbewegung, was vielleicht schon ein bisschen zuviel des Guten ist. Das werde ich noch testen. Als Sitz habe ich den Marathonsitz von Nelo eingebaut bin aber nicht sicher ob ich mir wieder meinen eigenen selbst geformten Sitz einbaue. Gerade bei dem Boot bei dem man einen guten Kontakt zum Boot benötigt. Vom Geschwindigkeitspotential kann ich noch keine genaue Aussagen machen, da ich noch kein GPS dabei hatte. Denke aber, dass das Boot schneller sein dürfte als mein Struer.

Ich habe das Boot Taipan genannt weil es sich auch sehr giftig fährt - für meine Verhältnisse. (Die Taipan soll die giftigste Schlange sein)

So werde ich wohl meine nächsten Trainingseinheiten mit meinem Taipan verbringen in der Hoffnung immer schön im Boot zu bleiben.

Rüdiger

mehr Bilder

Veröffentlicht: 06.01.15 21:42
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:42

Steuer KII Umbau der Zweite

Nun ist es endlich geschafft. Mein zweiter Umbau eines Struer KII ist nach langer mühevoller Arbeit vollzogen.
Es ist die Regina das letzte 1985 aus Honduras Mahagoni gebaute Holz-Rennboot. Designer war damals Ole Gibsholm Madson.

Nachdem ich vor einem Jahr den KII Makker umgebaut hatte ging es mir nunmehr darum was ich noch besser machen könnte. Grundsätzlich galt es das Boot marathontauglich zu machen, das heißt, dass es auch noch bei größeren Wellen fahrtüchtig ist

Im Gegensatz zum Makker habe ich dass Vorschiff statt um 8 cm um 10 cm angehoben und hinter der zweiten Sitzluke auf Null auslaufen lassen. Beim Makker hatte ich damals Oberschiff komplett abgenommen. Nun bei der Regina wie schon erwähnt bis hinter der zweiten Sitzluke, denn das Achterschiff ist ja nicht der Teil der bei Wellengang Probleme bereitet.

Das Boot wurde von mir hinter der zweiten Sitzluke geschottet, sodass kein Wasser eindringen kann und man gleichzeitig die Möglichkeit hat Trockensachen mitzunehmen. Beide Süllränder bekamen breitere Abschlüsse damit die Spritzdecken besser haften und das Wasser abgewiesen wird, was sich bereits bei dem Makker f�r gut erwiesen hatte.

Wie viele Stunden ich für den Umbau gebraucht habe kann ich nicht genau sagen es waren bestimmt über 100 Stunden ich habe sie nicht gezählt. Irgendwann war man zwischendurch auch müde geworden. Hatte im Herbst den Zweier fast fertig beiseite gelegt und am meinen neuen Einer den Winter über gebaut.

Nun zum Frühjahr wollte ich das Boot aber unbedingt zu Ende bringen. Dafür war noch eine Menge Schleifarbeit notwendig - jeden Abend eine Woche lang 2 - 3 Stunden per Hand und Naßchleifpapier denn das schöne Mahagoni solle weitgehend unbeschädigt bleiben. Sperrholz zu schleifen ist eine sehr schwierige Angelegenheit.

Es ist unheimlich mühsam ein Boot umzubauen, weil es so viele Unbekannte gibt die einem irgendwann überraschen. Wenn man das Deck abschneidet hat das Boot keine Stabilität mehr und man muss zusehen, dass man das Deck nach Wochen wieder mm genau auf das Unterschiff bekommt sonst passt nichts mehr zusammen.
Stemmböcke Steuer- u. Sitzanlage müssen genau die gleichen Abstände haben wie vor dem Umbau.

Ich denke, dass der Zweier noch harmonischer wirkt als der Makker.

Wer sich dafür interessiert, heute kostet ein Struer Renn-Zweier aus Sperrholz rd. 7.700,00 €.

Hier nur einige Zitate aus dem Seekajakforum:

Mann ist der schön geworden!
Respekt!

Und in 50 Jahren wird gerätselt, was Struer da so gebaut hat.
Genial, meinem Respekt vor so viel handwerklichem Geschick.

Veröffentlicht: 06.01.15 21:40
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:40

40. Spreewaldorientierungsfahrt, vom 02.-04.10

Vier Sportfreunde nahmen an der 40. Spreewaldorientierungsfahrt der Sportgemeinschaft Lok RAW Cottbus vom 02.-04.10 2011 in Burg teil.

Aufgrund der Jubiläumsveranstaltung und des verlängerten Wochenendes mit dem Feiertag des 3. Oktober konnten die Cottbuser Kanuten einen Teilnehmerrekord mit ca. 150 Startern erreichen.

Herrlichster Sonnenschein mit Temperaturen, die eigentlich dem Sommer vorbehalten sind, ließen beste Stimmung bei den Teilnehmern aufkommen. Am Samstag wurde die Spree von Cottbus nach Burg gepaddelt. Einige Sohlschwellen sorgten für Abwechslung und sportlichen Anreiz, andere Sportfreunde trugen ihre Boote sicherheitshalber um, damit die nicht direkten Kontakt mit Neptun zu befürchten hatten. Besonders interessant war die Befahrung des renaturierten Spreeabschnittes in Maiberg.

In Maiberg gab es dann auch eine zünftige Kartoffelsuppe als Verstärkung für Zwischendurch. Gut gelaunt kamen alle Kanuten am Nachmittag in Burg an.

Am Sonntag stand dann der Orientierungswettkampf an. Gestartet wurde in 3min Abständen an der Schleuse unterhalb der Jugendherberge in Burg.

Jede Bootsbesatzung bekam erst am Start eine Spreewaldkarte mit ca. 10-12 eingezeichneten Punkten, die es in einer beliebigen Reihenfolge abzuarbeiten galt. Wer alle Punkte im Spreewald gefunden hatte und als Zeitschnellster das Ziel erreichte, wurde als Sieger gewertet. Aufgrund von Einzelstarts war die Spannung bis zur Siegerehrung offen.

Am Ende konnten Johanna Handrick mit Carsten Handrick einen zweiten Platz in der Mix Kategorie erzielen. Vorjahressieger Heike Handrick und Benjamin Schorg fanden sich leider nur im Mittelfeld, da sie mit technischen Problemen am Steuer wertvolle Zeit verloren hatten und auch Probleme mit der Orientierung hatten...

So klang der Abend in gemütlicher Runde mit der Siegerehrung, mit dem Fazit wir sehen uns im nächsten Jahr wieder, aus.

Teilnehmer Sonnabend und Sonntag auf dem Wasser: Antje und Benjamin Schorg, Johanna, Heike und Carsten Handrick

Veröffentlicht: 06.01.15 21:39
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:39

Struer Makker K2, wer kennt ihn noch?

Vor ca. 3 Monaten kam mein Paddelfreund Heinz zu mir und fragte mich, ob ich sein alten Struer K2 umbauen könnte. Das war eigentlich eine Nummer zu groß für mich, dennoch habe ich dann irgendwann ja gesagt und nach ca. 7 Wochen haben wir den Zweier zu neuem Leben erweckt. Am vergangen Freitag haben wir ihn dann mit Erfolg getestet. Der alte Rennkajak war als reines Flachwasserboot für Marathons nur schwer zu gebrauchen. Vor 2 Jahren hatten wir das beim Potsdam- Marathon mit einigen Wellen deutlich gespürt. Vorn bohrte er sich in die Wellen und der Rest kam zwischen Süllrand und Spritzdecke durch. Das sollte nun geändert werden. So bekam das Boot einen 8 cm höheren Bug der dann zur ersten Sitzluke hin auf 4 cm bis zum Heck auslief. Das war wegen dem 3 mm Sperrholz keine leichte Aufgabe. Auf die vorhandenen Süllränder die sehr schmal waren wurden neue Süllränder mit entsprechendem Überhang angebracht damit das Wasser darunter nicht in die Sitzluke laufen kann. Das Boot bekam hinter dem hinteren Sitz ein Schott sowie oben und am Steuer einen Lukendeckel. Alles wurde mit Epoxidharz beschichtet und das Unterschiff erhielt noch zusätzlich ein 80 -er Gewebe. Danach 3 x lackiert, fertig.

Fazit: Ein schönes Boot und alle waren begeistert.

Veröffentlicht: 06.01.15 21:38
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:38

Ein neues Boot ...

Es ist schon so, dass man immer nach mehr Präzision und nach neuen Aufgaben sucht. Viele behaupten ja, dass wenn Einem erst einmal der Bootsbau-Virus gepackt hat man nicht mehr aufhören kann. Gut, ich hoffe soweit ist es noch nicht oder doch? Jedenfalls habe ich Ende November letzten Jahres damit begonnen -nachdem ich mit dem Umbau des Surfski fertig war- einen neues Boot zubauen. Die Zeichnung dafür hatte mein Freund Arnim aus Bonn auf der Basis der im letzten Jahr gebauten 6,20 m langen Impala. Das neue Boot sollte etwas kürzer werden, denn 6,20 LÜA ist schon nicht gerade ein kurzes Boot. Wir hatten uns dafür entschieden dem Boot eine Länge von 5,70 m zu geben. Nachdem ich die Baupläne erhalten hatte machte ich mich daran die Helling zu bauen und die Mallen zustellen. Ich hatte wie immer ca. 3 Monate Bauzeit eingeplant. Um so ein Boot zu bauen benötigt man ca. 250 Std. ich hatte davon ja bereits berichtet. Gestern nun hatte fand die Probefahrt auf der Elbe statt, ja nicht auf der Spree denn Heinz Stand mir zur Verfügung und machte einige Fotos. Am Anfang war ich noch skeptisch ob alles richtig war die Sitzposition, die Steueranlage und was so dazu gehört. Bei der Steueranlage hatte ich mich für ein Unterflursteuer entschieden.

Als ich im Boot saß fühlte ich mich sofort wohl, die Sitzposition war optimal, das Steueranlage ließ sich leicht bedienen. Man kann auf dem Foto sehen, dass wir nicht die typischen Rennsportsteuer fahren, sondern mit Pedalsteuerung wobei der untere Bereich fest ist auf dem die Füße ruhen. Gesteuert wird nur durch die Bewegung des Vorfußes bzw. mit den Zehen. Alles verlief erfreulich gut und ich war mit meiner Arbeit soweit zufrieden. Mit soweit meine ich, dass ich schon noch genug an meiner Arbeit zu kritisieren habe. Jeder Bootsbau ist nie der gleiche. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen sei es durch die Form des Bootes oder durch das verwendete Material. Das verarbeiten von drei verschieden Holzsorten machte die optisch schöne Arbeit aber doch schwierig, weil jedes Holz unterschiedlich hart ist und sich dann schlecht schleifen lässt. Als Material habe ich Kanadische Zeder, Mahagoni und Balsaholz verarbeitet. Außerdem habe ich mit einem neuen Epoxydharz gearbeitet und zum Lackieren nicht 1 Komponentenlack sondern 2 Komponentenlack verwendet. Schon ergeben sich unbekannte Aufgaben und damit können sich auch kleine Fehler einschleichen. Wie sagt man heute so schön -learning by doing- wohl wahr.

Aber da ich kein Bootsbaumeister werden will bin ich mit dem Ergebnis zufrieden und Heinz meint, es wäre mein schönstes Boot das ich bisher gebaut habe. Was will ich mehr. Für den, den es interessiert einige technischen Daten.
 

Länge 5,70m
Länge Wasserlinie 5,64m
Breite 52,8cm
Breite Wasserlinie 44,8cm
Benetzte Fläche 1,96 m²

So ist zu hoffen, das mir das Boot viel Freude bereitet und lange hält.

Veröffentlicht: 06.01.15 21:37
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:37