Kanu-Wandersport

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1000 - Seen Marathon 2013

In diesem Jahr fand der 1000 Seen-Marathon bereits am 21.09.2013 statt und damit rd. 3 Wochen früher als im Vorjahr. Man versprach sich und uns Aktiven besseres Wetter als im Vorjahr wo es doch kalt war und in Strömen von oben schüttete. Das Wetter war zwar etwas besser aber richtig ideal auch nicht da half auch die Termin -verschiebung um 3 Wochen nach vorn nichts. Na, Wetter kann man eben noch nicht machen, man muss es nehmen wie es ist.

Und zu guter letzt war auch noch der Chef an Grippe erkrankt. Aber seine Assistenten machten auch ganze Arbeit, sodass die von Biber-Tours nun schon zum 8. Mal ausgetragene Veranstaltung wieder viel Spaß machte.

Ich entschied mich wieder für die lange Strecke über die 62 km dem so genannten „Langen Atem“.

Obwohl ja eigentlich 42 km auch lang genug sind und ich jedes Mal wenn ich die 62 km runter strample mir sage - aber nächstes Jahr fährst Du eine kürzere Strecke.

Na ja, wenn und aber, das kennen wir ja.

Wie im Vorjahr bin ich bereits wieder am Donnerstag nach Diemitz angereist, so hatte ich den ganzen Freitag noch Zeit um mit dem Einen oder Anderen ein Schwätzchen zu machen und am Freitagnachmittag noch eine kleine Trainingsrunde einzulegen.

Dazu hatte ich mir von Lettmann - der hier immer als Aussteller und Bootstester vor Ort ist -die Speedmachine ausgeliehen. Das ist ein abgespecktes Rennboot und schon gewöhnungsbedürftig. Am Anfang hatte ich schon einige Mühe war es doch sehr kipplig aber nach ein paar 100 -Metern hatte ich das ganz gut im Griff, sodass dann eine richtig große Trainingsrunde daraus wurde.

Am nächsten Morgen war um 8:00 Uhr der Start für die 62 Km. Zu diesem Zeitpunkt war es noch richtig neblig, sodass man auf dem See kaum die Durchfahrten finden konnte.

Jürgen ein Sportfreund mit dem ich schon ein paar Mal zusammen gepaddelt bin musste ich zurückpfeifen sonst hätte er sich verfahren. So ergab es sich, dass wir die ganze restliche Strecke ziemlich zusammen fuhren höchstens mal 100 oder 200 Meter mal der Eine mal der Andere vorn.

Diesmal war ich mit meinem neuen Tourkajak angetreten der sehr leicht war, was für die Portagen ein Vorteil ist und sich auch sonst sehr angenehm und leicht fährt. So konnte ich mit Jürgen - der 22 Jahre jünger ist als ich gut mithalten. Jürgen war angenehm überrascht von meiner Fahrtechnik und Taktik wie er mir später erzählte, weil ich mir das Rennen gleichmäßig einteile und immer ziemlich die gleiche Geschwindigkeit so um die 10 km/h fahre.

100 m vor dem Ziel ließ mir Jürgen dann aber den Vortritt und ich konnte so als erster der 62 km Strecke die Ziellinie überfahren.

Erstaunlich war, dass wir mit einer Zeit von 6:39 Minuten und insgesamt 7 Portagen davon 3 Schleusen fast 40 Minuten schneller waren als im Vorjahr.

Das wird wohl nicht mehr zu toppen sein.

Im Zieleinlauf hatten es die Kampfrichter schwer zu entscheiden wer nun vorn liegt und so wurde gewertet.

Jörg 7:13:14 und Rüdiger 7:13:15

Aber wir hatten es denen auch nicht leicht gemacht fuhren wir doch absichtlich fast gleichzeitig über die Ziellinie.

Ehrlich gesagt wir waren diesmal besonders froh im Ziel zu sein wussten wir doch, dass jetzt eine warme Dusche auf uns wartete.

Der Veranstalter versprach uns für das kommende Jahr für besseres Wetter zu sorgen und wollte auch die Veranstaltung für Mitte September einplanen.

Mal sehen, ob die Versprechungen halten, ich werde berichten.

Rüdiger

Veröffentlicht: 06.01.13 21:11
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

Trogbrückenfahrt am 24.08.2013

Es ist doch gut, wenn man Freunde hat!

Sonst hätte ich an dieser Wanderfahrt zur historischen Wiedereröffnung des Schiffshebewerks Magdeburg - Rothensee nicht teilgenommen.

Wie es so ist, schrieb mir Manfred aus Magdeburg eine Mail und erzählte nebenbei, dass er am Wochenende an der Trogbrückenfahrt teilnimmt. Über die Ausschreibung des Kanuvereins Kanu-Klub.Börde in Magdeburg und über Google war es einfach mehr über diesen Anlass zu erfahren.

Außerdem nahm ich nun auch wahr, dass in den Medien vor allem im MDR viel davon gesprochen wurde. Ich entschloss mich an dieser Fahrt teilzunehmen und nehme es gleich mal vorweg, dass es eine tolle Fahrt war.

Hintergrund war die Wiedereröffnung des historischen Schiffhebewerks Madgeburg-Rothensee das 1938 in Betrieb genommen wurde und den Mittellandkanal mit der Elbe und den Magdeburger Häfen mit dem Rothenseer Verbindungskanal verbindet. Dabei müssen 16m Höhenunterschied überwunden werden.

Das Schiffshebewerk Rothensee stellt die kleinere Schwester des Schiffshebewerks Niederfinow dar.

Das Schiffshebewerk Magdeburg-Rothensee sollte 2006 endgültig stillgelegt werden, doch Bürgerproteste und private Spendensammlungen veranlassten eine Generalüberholung der Anlage und somit die stattfindende Wiedereröffnung. Mehr auch unter: www.wasserstrassenkreuz.de/hebewerk.html

Unsere Tour ging also vom Kanuklub KKB über den Rothenseer Verbindungskanal zum besagten Schiffshebewerk Rothensee wo uns tausende Schaulustige begrüßten. Nach passieren des Schiffshebewerks ging es weiter auf dem Mittellandkanal zur Trogbrücke die die Elbe in Länge von 918m überquert. Sie ist damit die längste ihrer Art in Europa. Normaler Weise dürfen hier nur motorbetriebene Fahrzeuge verkehren, doch einmal Im Jahr und direkt zu diesem Anlass war das möglich.

Nun ging es weiter über die Schleuse Hohenwarthe (Elbe-Havelkanal) zur Schleuse Niegripp und von da aus wieder auf die Elbebis nach Rogätz wo der Trailer für den Rücktransport stand.

Veröffentlicht: 06.01.13 21:10
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

Rheintour vom 29.08.- 01.09.2013

Dies wird kein ausführlicher Bericht - sonst werde ich mit dem Schreiben nicht mehr fertig - sondern nur eine kurze Schilderung unserer kurzfristig entschiedenen Rheintour.

Wie gesagt kurzfristig am Mittwoch geplant und Freitagmittag losgefahren waren wir bereits gegen 16:30 Uhr in der TSG- Kanu in Darmstadt . Die Zeit bis zum Abendessen nutzten wir um noch im alten Rheinarm eine kleine Trainingseinheit zu absolvieren. Am nächsten Morgen ging es dann ab auf den Rhein von Erfelden nach Trechtlingshausen wo auf dem Campingplatz übernachtet wurde. Am nächsten Tag von dort vorbei an der Lorelei bis nach Boppard. Das waren mal eben in rd. 2 Tagen 130 km so auf die schnelle und das alles im Zweier mit Heinz. Sonntag späten Nachmittag ab ins Auto und wieder nach hause. Leider keine Bilder von mir da, die Batterie ausgefallen ist. Schade aber nicht zu ändern. Ich werde diese Fahrt sicher noch einmal wiederholen und dann mit Bilder und ausführlichen Bericht. Da müsst ihr Euch gedulden.

Veröffentlicht: 06.01.13 21:09
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

Sea Challenge Fyn 2013

Die Sea Challenge Fyn fand in diesem Jahr zum 10. Mal statt. Für mich war es meine 7.Teilnahme und damit war ich einer derjenigen, die dieses Rennen mit am häufigsten absolvierten.

Mit 9 deutschen Teilnehmern stellten wir rund 25 % der Teilnehmer insgesamt, waren es doch in diesem Jahr weit weniger als in den Vorjahren. Das lag vor allem daran, dass weniger Ruderboote die sogenannten Inrigger am Start waren. Viele die diese Herausfoderungen in den vergangenen Jahren absolviert hatten wollten wohl in diesem Jahr von den Strapazen verschont bleiben

Die Sea Challenge Fyan ist die „Tour de France des Seekajaksports“ führte über insgesamt rd. 300km rund um Fünen ( dän. Fyn ) in der Dänischen Südsee und dem Belt.

Folgende Etappen waren zu absolvieren:

  1. Etappe Svenborg - Faaborg 33 km
  2. Etappe Faaborg - Assens 44 km
  3. Etappe Assens- Middelfahrt 40 Km
  4. Etappe Middelfahrt - Bogense 41 km
  5. Etappe Bogense - Kerteminde (Bregnör) 81 / 42 Km
  6. Etappe Kerteminde - Nyborg 20 km Einzelzeitfahren
  7. Etappe Nyborg - Svendborg 37 km

Einen Vergleich mit den Vorjahreszeiten konnte man nie anstellen, da die vorherrschenden Bedingungen nie die gleichen sind. Da konnten die Unterscheide schon mal bis zu 90 minuten differieren. Denn auf offener See ist es schon ein gewaltiger Unterschied ob man mit dem Wind oder gegen den Wind fahren muss. Vieles habe ich ja in der Vergangenheit schon über diese Veranstaltung geschrieben, so möchte ich es heute auf einige wesentliche Dinge reduzieren um mich nicht Jahr für Jahr zu wiederholen.

Von den 9 deutschen Kanuten belegten 6 Kanuten Podestplätze, das war ein nie da gewesenes Ergebnis und wir hoffen, dass wir damit unsere durchaus freundlichen dänischen Sportkameraden nicht depierten. Na ja, so ist eben der Sport.

Ich hatte gleich auf der 1. Etappe Pech als ich über einen großen Stein der sich nicht sichtbar unter der Wasseroberfläche befand fuhr und mit dem Unterflursteuer hängen blieb und schließlich im Wasser landete. Bis ich wieder im Boot war kostete es mich wertvolle Zeit, dennoch konnte ich diese Etappe mit 2 Minuten Vorsprung gewinnen. Aber es war kein schlechtes Ohmen diese erste Etappe, denn ich hatte keine Zeit eingebüßt, die nicht mehr aufzuholen wäre. Die nächsten Etappen verliefen wenn auch wechselhaft gut. Dabei hatte ich zwei sehr, sehr gute Etappen gefahren. Alles in allem konnte ich alle 7 Etappen gewinnen und somit auch die Gesamtwertung in der Kategorie Klassik-Marathon.

Nach 7 Jahren Anlauf gelang es auch mir hier einmal auf dem Treppchen zu stehen, das war auch im Alter noch ein gutes Gefühl.

Veröffentlicht: 06.01.13 21:09
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

Hiddensee-Marathon 2013 - die 12-te Auflage am 29.06.2013

Es ist schon sehr schwierig jedes Jahr aufs Neue von den jeweiligen Marathons zu berichten. Was soll man immer wieder Neues schreiben, wie soll man all das ringsum in Worte fassen so, dass es dem Leser auch noch interessiert.

Ist man doch selbst manchmal geneigt zu sagen: das ist doch immer das Gleiche. Und trotzdem möchte ich versuchen meine Erlebnisse zu schildern.

Beim diesjährigen Bodensee-M. beschlossen Jörg und ich ganz spontan beim Hiddensee-Marathon Zweier zu fahren. Waren doch meine Leistungen von den beiden voran gegangenen Jahren im KI für mich nicht zu toppen.

Jörg besorgte einen Zweier und wir verabredeten uns einen Tag früher zum Hiddensee-M. zu kommen, damit wir am Freitag noch das Boot testen können und uns auch entscheiden wer vorn und wer hinten sitzen sollte. Beide kamen wir Donnerstagabend in Stralsund im Bootshaus an. Am nächsten Morgen testeten wir den Zweier und entschieden uns dabei, dass es besser wäre, wenn ich vorn sitzen würde. Wie gesagt, so auch getan. Keine 5 km gepaddelt, das war es, es sollte keine Probleme geben. Einige fragten uns, ob wir früher schon zusammen Zweier fuhren was wir verneinten weil es ziemlich harmonisch aussah. Ich fuhr ja vorn und konnte nichts Gegenteiliges sagen.

Abends um 20:00 Uhr fand die Einweisung statt die für alle Pflicht ist und jeder musste eine entsprechende Erklärung über die Belehrungen betreffs Sicherheit etc. unterschreiben sonst gab es keine Starterlaubnis. Ebenfalls wurde nochmals daraufhin gewiesen, dass das befahren der Naturschutzgebiete strengstens verboten ist.

Der Wetterbericht versprach zwar keine optimalen Bedingungen aber wir hatten schon schlechtere Voraussagen gehört. Wind Süd - West 3-4, Temperaturen so um die 18 Grad mit etwas Sonne, so hieß. Allerdings die nachfolgende Praxis sah völlig anders aus.

Es wurde der Sicherheit halber in 2 Gruppen gestartet die 1. Gruppe um 6:00 Uhr und die zweite Gruppe um 7:00 Uhr. Wir hatten Glück und konnten als einziger Zweier mit den schnellen Surfskis um 7:00 Uhr an den Start, also auch eine Stunde länger schlafen.

Der Start verlief relativ gemäßigt und wir hatten uns vorgenommen das Rennen nicht zu schnell anzugehen, denn 70 km sind lang und Überraschungen gibt es immer.

Wir fuhren mit einem 11-er Schnitt vorbei an Barhöft, danach an Bock einer kleinen Insel hinaus auf die Ostsee. Mit dem Wind schräg von hinten fuhren wir dann hinaus auf die Ostsee. Bis dahin mussten wir konsequent am Rande des Fahrwassers bleiben denn der Wind drückte das Wasser hinaus auf die Ostsee und seitlich des Fahrwassers war es so Flach, da war kein Vorankommen.

Draußen auf der Ostsee nahmen die Wellen stetig zu und Jörg hatte alle Hände voll zu tun das Boot auf Kurs zu halten. In Höhe der Huck Dornbusch waren die Wellen dann schon fast 2 m hoch und Jörg meinte zu mir, ich glaube ich bin hier überfordert. Daraufhin sagte ich nur, einfach immer weiter paddeln das Boot auf Geschwindigkeit halten und genau die Wellen beobachten. Ich glaube, dass machte ihn wieder Mut und bald waren wir um die Nordspitze und hatten die ersten 35 km in 3 Std. 15 min. geschafft. Das war eine ordentliche Zeit.

Aber die härteste Strecke nicht die schwierigste lag noch vor uns 35 km Gegenwind der nun auf Süd gedreht hatte bis nach Stralsund. Hier habe schon Einige verzweifelt aufgegeben. 35 km bei Windstärke 4 von vorn mit entsprechenden Wellen, das fährt niemand freiwillig.

Da ich vorn saß konnte ich das Tempo gut bestimmen und es gab kein locker lassen, hier muss man wie eine Maschine mit gleichmäßigen Takt Kilometer für Kilometer abspulen und an nichts anderes denken. Das Boot tauchte immer wieder vorn in die Wellen und spülte das Wasser über meinen ganzen Körper. Ich glaube ich hatte die ganze letzten 3 Std. kein trockenes Auge durch die ständige Gischt.

Unterwegs wurden wir dann noch vom NDR MV gefilmt und auch kurz interviewt, was dann in den Abendnachrichten gesendet wurde - darauf waren wir einwenig stolz.

Aber das hielt uns nicht von der Konzentration ab wollten wir doch das Rennen gewinnen, denn wir wussten, dass noch einige andere ganz starke Zweier unterwegs waren.

Nach 7 Std. 23 Minuten waren wir dann endlich im Ziel und erst nach Auswertung der Ergebnisse erfuhren wir, dass wir den anderen Zweier um 6 Minuten geschlagen hatten, die mit 7 Std. 29 Min. ins Ziel kamen.

Diesen Sieg hatten wir dem eisernen Willen gerade auf den zweiten 35 km und der guten Renneinteilung zu verdanken.

Das der Hiddensee-M. keine einfaches Rennen ist zeigt, dass von fast 40 Booten 12 Boote gekentert sind oder aufgegeben haben und das sind auch Kanuten, die wissen was auf Sie zukommt und nicht einfach nur mal so mitfahren.

Hervorragend war die Sicherheit auf dem Wasser durch ausreichend viele große und kleine Begleitboote die auch schnell die Gekenterten aufnehmen konnten.

Der verbleibende Rest vom Tag ist dann wie bei jeder Regatta nur das wir abends sehr viel schneller in unseren Kojen lagen.

Veröffentlicht: 06.01.13 21:08
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

19. Bodensee-Kanu-Marathon 2013

Eigentlich hatten wir alle gezittert, ob der Bodensee-Marathon 2013 überhaupt stattfinden würde, denn aufgrund der vielen Überschwemmungen schien das gar nicht so sicher zu sein. Aber da vom Veranstalter dem Kanu-Club Singen keine Absage kam konnten wir sicher sein, das der Marathon durchgeführt werden konnte.

Am 15.Juni 2013 war es wieder soweit.

Aufgrund der langen Anreise von rd. 720 km entschied ich mich dieses Jahr noch einen Tag früher als gewöhnlich nach Iznang zu fahren denn ich wollte mich am Freitag Morgen noch mit einem alten Rennkajakfahrer treffen um über verschiedene Dinge des Bootsbaus zu diskutieren.

Der Wetterbericht sagte für das Wochenende gutes Wetter voraus und auch der Wind sollte sich in Grenzen halten.

Für die Veranstaltung war in diesem Jahr ein Teilnehmerrekord von 230 Kanuten zu verzeichnen. Da war schon Klasse also hatte sich der Bodensee-Marathon doch zu einer großartigen Veranstaltung etabliert.

Der Start war am Samstag für 9:00 Uhr also eine Stunde früher als sonst angesetzt damit die Meisten von uns nicht den Wellen der vielen Freizeit-Boote oder der Berufsschiffahrt ausgesetzt sind. Ich freute mich schon darauf mein neues im diesem Winter gebautes Masterkajak zu fahren.

Gestartet wurden alle Bootsklassen in einem Massenstart der See war ja schließlich groß genug.

Wieder ging es auf dem Untersee um die Insel Reichenau wo sich die Halbmarathon-Fahrer von den Marathonteilnehmern über die 42 km trennten und so zog sich dann auch das Feld auseinander. Ich fühlte mich ganz gut und konnte mein Ergebnis vom Jahr 2010 mit 4 Stunden und 8 Minuten wiederholen. Das bedeutete Platz 10 in der Gesamtwertung und Platz 1 in der Altersklasse über 60 Jahre.

Am Sonntag haben wir dann noch eine wunderschöne Rheintour von Iznang nach Schaffhausen gemacht. Obwohl noch etwas angeschlagen vom Vortag durch den Marathon entschädigte die traumhafte Landschaft für die etwas schmerzende Muskulatur.

Eigentlich freue ich mich schon wieder auf das nächste Jahr.

Wer mehr Informationen haben möchte hier die entsprechenden Links: www.bodensee-kanu-marathon.com

Rüdiger

Veröffentlicht: 06.01.13 21:07
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

Trainingslager zu Ostern am Gardasee

Aufgrund der diesjährigen schlechten Trainingsbedingungen in der Winterperiode war an eine gute Saisonvorbreitung nicht zu denken. Das ging uns nicht nur in Brandenburg so, sondern auch Einigen von meinen Sportkameraden.

So kam mein Freund Heinz auf die Idee eine Woche auf der Theiß in Ungarn zu paddeln. Es sollte die Osterwoche sein. Als ich mir aber mal die Bedingungen, Wetterlage, Flussabschnitte inklusive Stausee anschaute war mir schnell klar, dass das keine gute Entscheidung sein konnte. Also machte ich den Gegenvorschlag an den Gardasee zu fahren und zwar ganz in den Süden- hatte ich doch in den Vorjahren immer gute Erfahrungen gemacht.

Also irgendwann habe ich die anderen das sind wie gesagt, Heinz aus Dresden, Thomas und Karsten aus Regensburg überzeugen können. Ich organisierte dann noch einen geeigneten Campingplatz mit der Möglichkeit mit den Kajaks gut ins Wasser zu kommen, was ja am Gardasee nicht immer einfach ist.

Den fanden wir dann in San Felipe del Benaco am Süd-West Ufer des Gardasees unweit von Salo. Das war ein guten Ausgangspunkt für uns tägliches Training. Leider kamen wir nachdem wir die Alpen überquert hatten in strömenden Regen an.

Unsere erste Frage am Campingplatz war wie wohl das Wetter in den nächsten Tagen sein würde. Eine präzise Aussage bekamen wir aber nicht, denn auch hier war dieses Jahr für die Jahreszeit schlechtes Wetter angesagt. Na, die Grundtemperatur mit rd. 15 Grad war wenigstens höher als zu Hause wo wir am Morgen noch bei Schneefall abfuhren.

Wir hatten beschlossen täglich um 11 Uhr pünktlich auf das Wasser zu gehen und dann entsprechend lange Touren zu paddeln, sodass wir am Nachmittag wieder zurück sind.

Am ersten Tag haben wir gleich eine 32 km lange Trainingseinheit ohne Pause absolviert und ich fand die ätzend lang, weil ich es in diesem Jahr noch nicht gewohnt war so lange Strecken zu paddeln.

Das Wetter und das Wasserbedingungen waren in diesem Jahr auch am Gardasee sehr unterschiedlich, sodass eine Voraussage über mehr als 2 Stunden kaum möglich war und so mussten wir uns auf alle möglichen Bedingungen einstellen. So erging es uns auch am letzten Tag der vorsah von San Felipe nach Pescheria und zurück zu paddeln.

Per GPS ermittelt betrug eine Strecke genau 20 km dort am Kanuclub eine kleine Pause eingelegt und dann wieder zurück. Als wir los fuhren war das Wetter noch angenehm aber an der Halbinsel Sirmione vorbei hatten wir es schon mit einem heftigen Gegenwind zu tun, der nichts Gutes für die Rücktour erahnen lies. Wir waren die Strecke zu Dritt angegangen nur Heinz wollte die große Tour nicht mitmachen. Im Kanuclub angekommen war wir erst einmal ganz allein und machten eine kleine Pause um etwas Nahrung zu uns zu nehmen. Aber nach ca. 30 Minuten fuhren wir dann wieder zurück mit Wind schräg von hinten. Als ich die Wellen sah musste ich erst einmal tief Luft holen - ausgerechnet heute ohne Schwimmweste und mit meinen kippligen Boot. Aber nach rd. 10 Minuten hatte ich mich daran gewöhnt und es machte riesigen Spaß die Wellen abzusurfen. Aber Vorsicht war jederzeit geboten hier wollte keiner in den Bach gehen denn ein Ufer war mindesten 8 km entfernt. Trotzdem kostete ich das Vergnügen aus was aber auch sehr anstrengend ist jede sich bietende Welle abzusurfen. Oft hatte ich Geschwindigkeiten von über 19 kmh dabei erreicht und zwei drei Mal habe ich mindestens 150 bis 250 m gesurft. So verging die Rücktour eigentlich sehr schnell. Aber es war nicht daran zu denken sich groß um die anderen Paddler zu kümmern denn bei über 1,0 - 1,5 m hohen Wellen hat man mit sich ganz allein zu tun. Wir waren dann zufrieden, dass alle wieder gut angekommen sind. Am nächsten Tag fing es wieder an zuregnen und wir entschlossen uns einen Tag früher abzureisen hatten wir doch die zurückliegenden Tage intensiv trainiert.

Veröffentlicht: 06.01.13 21:05
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12

3. Dessauer Berg- und Tal Marathon am 16.März 2013

Wer glaubte, dass Wetter vom vorigen Jahr könnte man wiederholen, der hatte sich arg getäuscht. Im letzten Jahr noch bei traumhaften 20 Grad dachten wir dieses Jahr man befindet sich bei der Arctic Race irgendwo auf den Lofoten.

Dazu kam noch, dass wir hier im Osten Deutschlands schlechte Bedingungen hatten um sich auf den Marathon vorzubereiten, da die gängigen See gefroren waren. Gut bei den Elbanliegern ging es noch und Freunde aus dem Regensburger Raum hatten auch keine großen Probleme. Aber für mich war es doch schon ein erheblicher Einschnitt mit nur rd. 200 Trainingskilometern von Januar bis Mitte März zum Marathon zu fahren. Im letzten Jahr waren es doppelt so viele Km.

Aber wir waren ja froh, dass die Veranstaltung trotz der widrigen Bedingungen statfand. Glück hatten wir ja noch mit der Sonne die die gefühlten - 8 Grad einigermaßen vergessen ließen.

Ich war bereits am späten Freitagnachmittag wie auch in den Vorjahren angereist. Der Empfang im Bootshaus war wie immer sehr herzlich.

Am nächsten Morgen um 9:30 Uhr war der erste Start. Dieser erfolgte direkt vor dem Bootshaus der Junkers Paddelgemeinschaft und zwar als Einzelstarts in Minutenabstand. Es wurde in umgekehrter Reihenfolge zum Zieleinlauf des letzten Jahres gestartet. So startete ich im Einerfeld als Letzter.

Die Strecke ging insgesamt über 32 km auf der Elbe nach Vockerode stromaufwärts 16 km und dann wieder zurück. Gewendet wurde direkt am still gelegten Kraftwerk. Insgesamt waren es rund 30 Teilnehmer und damit rd. ein Drittel weniger als im Vorjahr die wegen des Wetters keine Lust oder Mut hatten. Wegen des guten Wasserstandes war es mit etwas Finesse möglich über die Buhnen zu fahren. Bei der letzten Buhne hatte ich jedoch zuviel gewagt und mir eine mächtige Schramme ins Boot gefahren, die zwischenzeitlich aber schon wieder repariert wurde.

Meinen Vordermann der 1 Minute vor mir startete hatte ich nach ca. 8 km eingeholt und glaubte nun fataler Weise, dass ich die Angelegenheit nun nach Hause fahren kann. Aber da hatte mich geirrt, den Henryk aus Regensburg hatte ich nicht auf meiner Rechnung. Im letzten Jahr noch 4 oder 5 Plätze hinter mir musste ich an der Wende feststellen, dass er dieses Jahr so stark ist, dass für mich keine Chance bestand ihn noch einzuholen, den flussabwärts hat man nicht einmal die halbe Zeit für derartige Manöver.

Aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich es wohl dieses Jahr nicht geschafft hätte die 5 Minuten Vorsprung von Henryk aufzuholen dazu hatte ich nicht hart genug bzw. zu wenig trainiert.

So blieb mir nach 2 Siegen in den Vorjahren der 2. Platz und die Hoffnung bei dem nächsten Marathon es wieder besser zu machen.

Bilder vom Marathon

Veröffentlicht: 06.01.13 21:04
Letzte aktualisierung: 06.01.15 21:12